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Die API Economy und monatliche Kosten - neue Softwarelösungen schiessen wie Pilze aus dem Boden

Posted by Marc Gasser | 12.10.17 13:49

Die API Economy und monatliche Kosten - neue Softwarelösungen schiessen wie Pilze aus dem Boden

Die Landschaft von Marketing-Software hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. In laufenden Jahr (2017) gibt es rund 40 % mehr Marketing-Technologien als noch 2016 und insgesamt 5.381 Lösungen (bei 4.891 Einzelunternehmen). Das Wachstum dieses Feldes in den vergangenen sieben Jahren ist faszinierend: Nur 4,7 % der Lösungen im Vergleich zu 2016 wurden entfernt (und weitere 3,5 % veränderten sich in grundsätzlicher Weise - bzgl. Namen, Fokus oder Eigentum). Da es so viele Anwendungen gibt, ist die logische Schlussfolgerung eine Lösung, die die verschiedensten Best-of-breed- Anwendungen zusammenführt. Dies bietet entscheidende Vorteile bei der Anbindung mehrerer, ansonsten nicht kompatibler Systeme. Vor allem im Bereich Webanwendungen schiessen neue Softwarelösungen (Online-Shops, Marketing Automation, Empfehlungssysteme, Content- oder Analyseprogramme) wie Pilze aus dem Boden.

Marketing Technology Landscape Supergraphic (2017): Martech 5000

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Diese Webanwendungen bieten meist solide Application Programming Interfaces, kurz APIs, die zahlreiche Anwendungsintegrationen ermöglichen - sowohl innerhalb von Organisationen als auch für externe Anbieter. Um die entsprechenden Potenziale zu erschliessen, müssen Unternehmen jedoch das Geschäftsmodell der API Economy beherrschen. Einbindung externer APIs, interne APIs oder eine einzige Schnittstelle für alle Unternehmensdaten, sind nur einige Beispiele, um flexibel mit mehreren Software-Entwicklern gleichzeitig arbeiten zu können.

Unbestritten spielt die Bereitstellung eigener APIs eine immer wichtiger werdende Rolle. Jedoch müssen in diesem Zusammenhang zahlreiche Fragestellungen beachtet werden: Es muss festgelegt werden, welche Services und Daten für eine externe Nutzung freigegeben werden. Hieraus leiten sich wiederum Anforderungen hinsichtlich der technologischen Grundlage ab. Hinzu kommen Fragen bezüglich des Schnittstellendesigns, der Performance, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit. Eine Absicherung gegen Angriffe muss ebenso erfolgen. Insgesamt ist das Themenfeld komplex und nur wenige Beratungsunternehmen beherrschen sämtliche Disziplinen.

Hinzu kommt, dass Cloud Application Services (SaaS) immer häufiger über ein Abo-Modell verkauft werden und nicht als lizenzierte On-Premises-Lösung. Grosse Softwarehersteller, die in den SaaS-Markt eingestiegen sind, verstärken diesen Trend. SaaS funktioniert dann nach der Pay-As-You-Go-Methode und ohne grosse Vorinvestitionen vorab. Sie zahlen eine monatliche oder jährliche Nutzungsgebühr.

Der Trend geht also weg von der All-in-One-Lösung, die genau zu den eigenen Bedürfnisse passt, hin zu einer Plattform, die den Best-of-Breed Ansatz verfolgt. Für jeden Anwendungsbereich von Enterprise Software soll die bestmögliche Lösung integriert werden.

Um jedoch eine vollintegrierte, nahtlose Kundenerfahrung zu ermöglichen, benötigt jede dieser Lösungen Daten aus anderen Systemen. So werden die Funktionen verschiedener Softwareanbieter für Teilbereiche zu einer umfassenden Lösung des Gesamtproblems vereint. Dafür braucht es eine zentrale Verwaltungsstelle für wichtige Daten. Sie bietet die Möglichkeit, nahezu jede Software anzubinden. Wichtige Faktoren sind die einfache Erweiterbarkeit, vielfältig realisierbare Anwendungsszenarien und die hohe Verfügbarkeit von Daten. Der API Trend hält an, auch in der Trendanalyse 2019 sehr zentral.

Dieser Artikel ist ein Teil von der Serie: Die Geheimnisse erfolgreicher E-Commerce-Projekte: Was müssen Führungskräfte über die Anforderungen an eine E-Commerce-Plattform wissen? Weitere Artikel aus derselben Serie:

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Topics: API

Author Marc Gasser

M.Sc. in Wirtschaftsinformatik, hat in Schweden und in Zürich studiert. Fokussiert sich seit mehr als 15 Jahren auf E-Business und E-Commerce Modelle im internationalen Handel. Er ist Gründer und Verwaltungsrat von mehreren Technologie-Unternehmen.

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