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Europäischer E-Commerce Report 2019

Posted by Marc Gasser | 27.06.19, 16:19

Der European Ecommerce Report 2019 hat soeben einen ausführlichen Bericht veröffentlicht, welcher den Stand von E-Commerce in Europa untersucht und enthält ausgewählte Daten, die nationalen und internationalen Einzelhändlern helfen, das Erfolgspotenzial in Europa zu bewerten.

Ecommerce Europe ist die Stimme des europäischen digitalen Handelssektors. Mit 19 nationalen E-Commerce-Verbänden sind mehr als 75.000 Unternehmen vertreten, die Waren und Dienstleistungen online an Verbraucher in Europa verkaufen.

Die wichtigsten Zahlen zusammengefasst

  • 88 % der Schweizer Verbraucher, die das Internet nutzen haben im Jahr 2018 online eingekauft haben. Die Schweiz führt diese Liste an und Ukraine bildet das Schlusslicht mit nur 22 %
  • Der europäische B2C-E-Commerce-Umsatz wird 2019 voraussichtlich 621 Milliarden Euro erreichen.E-Commerce-Sektor in Europa wächst weiterhin schnell
  • B2C-E-Commerce-Umsatz wächst weiter mit rund 13%
  • Der grösste Teil des B2C-E-Commerce-Umsatzes konzentriert sich auf Westeuropa (66%)
  • Nordeuropa hat die höchsten Ausgaben pro Online-Shopper
  • Portugiesische E-Shopper sind am meisten besorgt über Bedenken hinsichtlich der Zahlungssicherheit
  • Kosovo und Montenegro werden eher in-store statt online einkaufen

Spannend sind auch die führenden Marktplätze, die sortiert wurden nach den Besuchern der Plattform.

Zum kostenlosen Download des Europäischen E-Commerce Report Es wird auch eine umfangreicher Bericht für EUR 699.40 angeboten:

EuropeanEcommerce-Report2019

 

Trotz der Fortschritte, die sich aus der guten Zusammenarbeit zwischen den politischen Entscheidungsträgern der EU und der Industrie beim Aufbau eines harmonisierten digitalen Binnenmarkts ergeben, sehen sich die europäischen Unternehmen jedoch nach wie vor Wachstumshindernissen gegenüber, insbesondere über ihre nationalen Grenzen hinaus. Eine der grössten Herausforderungen für Online-Händler bleibt das Fehlen gleicher Wettbewerbsbedingungen sowohl in der EU als auch weltweit, da ausserhalb Europas ansässige Akteure in der Lage sind, grossen Druck auf den europäischen Markt auszuüben.

In diesem Zusammenhang brauchen die europäischen Unternehmen jede erdenkliche Unterstützung von Politik und Regulierungsbehörden, um in einem zunehmend wettbewerbsorientierten globalen Markt wachsen zu können.

Der E-Commerce-Sektor befindet sich an einem Wendepunkt

Wenn die Europäische Union will, dass ihre Unternehmen ihre Rolle in einer globalisierten Welt, die zunehmend durch den harten Wettbewerb mit Nicht-EU-Unternehmen geprägt ist, voll und ganz wahrnehmen, muss sie einen harmonisierten Markt und ein günstiges Umfeld schaffen, in dem europäische E-Commerce-Unternehmen gedeihen können.

Politische Entscheidungsträger der EU

Die jüngsten Europawahlen stellen für die politischen Entscheidungsträger der EU die beste Gelegenheit dar, die Gelegenheit zu nutzen, das neue bevorstehende Mandat der Europäischen Institutionen zu nutzen, um eine starke politische Vision für den E-Commerce-Sektor zu entwickeln.

Um das Wachstumspotenzial des E-Commerce-Sektors zu erschliessen und auf der in diesem Bericht dargelegten starken Grundlage aufzubauen, müssen in den kommenden Jahren wichtige politische Ziele erreicht werden:

  1. Es is von entscheidender Bedeutung, die geltenden Vorschriften durchzusetzen, bevor neue Vorschriften erlassen werden.
  2. Es ist auch unerlässlich, die wesentlichen Gesetze und Normen zu harmonisieren, damit sich die europäischen Unternehmen bei grenzüberschreitenden Geschäften auf einheitliche Vorschriften verlassen können.
  3. Es ist ebenfalls wichtig, dass auf europäischer Ebene geschaffene Vorschriften auch gegenüber Nicht-EU-Unternehmen, die in der EU tätig sind, durchsetzbar sind.
  4. Schliesslich brauchen wir mehr Investitionen in neue Technologien und in die digitale Bildung, damit die E-Commerce-Unternehmen in die Lage versetzt werden, die digitale Zukunft Europas zu gestalten.

Nur so kann ein harmonisierter und wettbewerbsfähiger digitaler Binnenmarkt geschaffen werden, in dem der elektronische Geschäftsverkehr sein zweistelliges Wachstum fortsetzen wird und in dem die Unternehmen im globalen Wettbewerb bestehen können.

Topics: News

Author Marc Gasser

M.Sc. in Wirtschaftsinformatik, hat in Schweden und in Zürich studiert. Fokussiert sich seit mehr als 15 Jahren auf E-Business und E-Commerce Modelle im internationalen Handel. Er ist Gründer und Verwaltungsrat von mehreren Technologie-Unternehmen.

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