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In eigener Sache: Simon Morger verlässt Origammi

Posted by Marc Gasser | 14.07.16 11:26

“Man cannot discover new oceans unless he has the courage to lose sight of the shore.” – André Gide

Als ich 2001, zusammen mit Marc Gasser, das Unternehmen “Iworx Multimedia Productions” gründete, steckte die Internetbranche noch in den Kinderschuhen. Gemeinsam setzten wir kleine Website-Konzepte für KMUs um und konnten quasi zusehen, wie sich die digitale Welt in rasendem Tempo weiterentwickelte. Als sich einer unserer ersten Kunden (eine lokale Radiostation) erkundigte, ob es möglich sei, die Inhalte der neuen Website auch selbst zu bearbeiten, lautete meine schnelle Antwort: „Ja, klar!“ Dass dies für unsere Kunden eine Notwendigkeit ist, erschien mir selbstverständlich. So wurde (noch vor Wordpress-Zeiten) unser erstes CMS geboren, das für einige Jahre die Basis unserer Dienstleistungen darstellte.

Während des Wirtschaftsinformatik-Studiums, lernten wir Matthias Alder und Philipp Kräutli kennen und gründeten im Jahr 2005 gemeinsam Astina. Da es zunehmend schwieriger wurde, sich mit einem intuitiven CMS am Markt zu behaupten, entwickelten wir uns im Laufe der Jahre zu Spezialisten im Bereich E-Commerce, woraus auch Origammi entstand.

Zusammen mit meinen drei langjährigen Geschäftspartnern konnte ich in den vergangenen elf Jahren seit der Gründung von Astina enorm vielseitige und spannende Erfahrungen sammeln. Es war für mich (und vermutlich für uns alle) bis vor kurzem undenkbar, dass wir nach dem gemeinsamen Studium und der Gründung von insgesamt fünf Startups, beruflich einmal getrennte Wege gehen würden.

Ende Juli 2016 werde ich nun dennoch als Geschäftsführer bei Origammi ausscheiden.

Was bedeutet dies als Mitgründer und Partner?

Zunächst einmal werde ich mich operativ von Astina und Origammi zurückziehen. Mit der Überzeugung, dass beide Firmen die richtige Strategie verfolgen und dank der Entwicklung der innovativen E-Commerce Middleware Paloma und des modernen CRM ECHOO sehr gut für die Zukunft im E-Commerce gerüstet sind. Ich freue mich ausserdem sehr, dass ich Origammi weiterhin als Aktionär und Mitglied des Verwaltungsrats verbunden bleibe.

Warum gehe ich und was mache ich danach?

Kurz gesagt: es ist der richtige Zeitpunkt. Mit Stéphanie Eugster und Raffaele Sandrini haben wir zwei neue starke Managing Partner an Bord, die das Segelschiff mit frischem Wind in die richtige Richtung lenken werden. Warum also, nach so vielen Jahren, nicht einmal den Wechsel wagen? Der Gedanke keimt schon etwas länger in mir.

Durch die Gründung unseres eigenen Unternehmens haben wir immer grosse Freiheiten genossen. Eine eigene Firma bedeutet aber auch persönliche Verpflichtung. Man kann nicht die Unternehmensstrategie ändern, nur weil man Lust auf ein neue Tätigkeit verspürt, oder den Firmensitz verlegen, nur weil sich der eigene Lebensmittelpunkt ändert. Meine Freiheitsliebe motivierte mich, Unternehmer zu werden und meine Freiheitsliebe ist nun der Antrieb, mich von allen beruflichen Verpflichtungen zu lösen und mich wieder von meinem Inneren lenken zu lassen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, mir für meine nächste berufliche Entscheidung Zeit zu lassen und kann deshalb noch nicht sagen, wohin mich die Reise als nächstes führt. Im Grunde ist es wie bei einer Liebesbeziehung: Ein bisschen Abstand tut gut, bevor man die nächste Bindung eingeht.

So sehr ich mich auf diese Zeit freue – meinem Abschied sehe ich mit einer grossen Portion Wehmut entgegen. Die vergangenen fünfzehn Jahre haben Spass gemacht, nicht zuletzt auch dank der super Zusammenarbeit im Team, mit unseren Kunden und langjährigen Geschäftspartnern.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.

Simon Morger

Topics: Insider, News

Author Marc Gasser

M.Sc. in Wirtschaftsinformatik, hat in Schweden und in Zürich studiert. Fokussiert sich seit mehr als 15 Jahren auf E-Business und E-Commerce Modelle im internationalen Handel. Er ist Gründer und Verwaltungsrat von mehreren Technologie-Unternehmen.

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