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Der Unterschied von E-Business zu E-Commerce

E-Business als Überbegriff für eine Anzahl von Geschäftsprozessen genutzt, welche in Unternehmen über Informationstechnologien abgewickelt werden. Das E-Business ist somit ein grosser Bereich der Internetökonomie.

Im E-Business (Electronic Business) werden die Anbahnung, Vereinbarung und Abwicklung wertschöpfender Prozesse durch den Austausch von Dienstleistungen über private oder öffentliche Kommunikationsnetze beschrieben (Meidl, 2015, S. 6). Durch die Einbringung von E-Technologien und die Integration von Geschäfts-, Kommunikations- und Transaktionsprozessen, kann E-Business als Gesamtheit abgestimmter Verfahrensweisen auf Unternehmensebene Effizienz und Effektivitätssteigerung im Wettbewerb erreichen (Fost, 2014, S. 8).

Im Unterschied dazu steht das E-Commerce. Obwohl oft als Synonym verwendet, kann man die beiden Grundbegriffe klar unterscheiden. In der Literatur wird der Begriff E-Business als Überbegriff für eine Anzahl von Geschäftsprozessen genutzt, welche in Unternehmen über Informationstechnologien abgewickelt werden. Das E-Business ist somit ein grosser Bereich der Internetökonomie. E-Business stellt verschiedene Subthemen wie E-Content, E-Context, E-Connection und E-Commerce dar (Meidl, 2015, S. 6).

E-Business-E-Commerce

E-Business im Vergleich zu E-Commerce (Darstellung übernommen aus Meidl, 2015, S. 6)

E-Commerce

E-Commerce konzentriert sich im Gegensatz zum E-Business auf elektronische Transaktionsprozesse, den sogenannten Onlinehandel. E-Commerce wiederum versteht sich als Teil des E-Business (Fost, 2014, S. 7).

Ein unmittelbarer Zugang zur Kommunikationsinfrastruktur sowie die fortschreitende Digitalisierung inspirieren die „Consumer Journey“ (Meidl, 2015, S. 5). Somit ist E-Commerce vielmehr eine über das elektronische Netz umgesetzte Tätigkeit. Der Handel mit Produkten und Dienstleistungen bildet die Basis der Tätigkeit (Meidl, 2015, S. 6). Demzufolge sind Einkäufe auch nicht mehr nur auf stationäre Umsetzungen beschränkt, denn es besteht eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Produkte im Onlineumfeld direkt zu vertreiben. E-Commerce, auch Online- Shopping oder Onlinehandel genannt, beschreibt jegliche Form von Aktivitäten, die dem Kauf und Verkauf von Gütern und Dienstleistungen über elektronische Netzwerke dienen (Meidl, 2015, S. 5). Es bestehen dazu diverse weitere Formen der Definition für E-Commerce. Immer jedoch steht die Transaktion im Kern der Aussage. An dieser Stelle sollte man auch die Unterscheidung zu E- Procurement machen, bei dem es um den Einkauf geht. Innerhalb dieses Feldes ist der elektronische Datenaustausch, genannt EDI, ein aktuell relevantes Thema.

Für die vorliegende Arbeit wird an dieser Stelle klar getrennt, da der Verkauf im Handel im Fokus steht. Dieser neue E-Commerce-Handel übers Internet birgt auch Gefahren. Märkte wandeln sich schneller und zudem ist seit der Finanz- und Wirtschaftskrise alles unsicherer geworden, wie bspw. Vorausplanungen im Einkauf und Verkauf. Auch haben sich viele Firmen zusammengeschlossen oder sind zu Einkaufszwecken zusammengerückt. Diese Tatsache verschaffte den Märkten mehr Durchsicht in Bezug auf Preis und Leistung (Sieck und Goldmann, 2014, S. 2). Dazu kommt, dass das Wachstum des E-Commerce aufgrund der internetaffinen Zielgruppe weiterhin unaufhaltsam vorangehen wird (Meidl, 2015, S. 5–6). Auch hinsichtlich der Stellenerschaffung ist das E-Commerce auf dem Vormarsch. Es wurden z. B. in Amerika in den letzten 10 Jahren doppelt so viele neue Stellen im E-Commerce geschaffen wie im klassischen Retail abgebaut wurden. Dies klingt zunächst gut, doch die fortschrittliche Digitalisierung, die Roboterisierung und der weiterhin massiv wachsende Onlinehandel werden einen immensen Abbau im stationären Handel auslösen (Niklowitz, 2018, S. 41).