Angstgegner in Schweizer B2B E-Commerce

Im B2C werden in der Schweiz Zalando, Amazon und chinesische Anbieter als klassische Angstgegner eingestuft. Einerseits wegen ihrer Dominanz (Amazon), kompromisslosen Ausrichtung (Zalando) und dem Preisniveau (China).

Dieses Know-how gegenüber den Entwicklungen im B2C gilt es zu berücksichtigen, denn wie schon erwähnt, ist Amazon Business mit der Plattform für den deutschen Markt seit 2016 aktiv.

Eintritt in den Schweizer Markt

Amazons Eintritt in den Schweizer Markt steht bevor. Amazon hat im Jahr 2018 bereits erste Anzeichen für einen kompletten Schweizer Markteintritt verzeichnen lassen, und zwar mit einem medial gross umworbenen Vertrag mit der Schweizer Post. Der vollumfängliche Markteintritt in die Schweiz steht jedoch noch bevor. Das ganze Sortiment des weltweit grössten B2C-E-Commerce- Anbieters umfasst rund 300 Millionen Artikeln. Es werden nach den aktuell laufenden Tests bald Artikel über Amazon.ch in der Schweiz verfügbar sein. Welche Anzahl Produkte dies sein wird, ist noch nicht ganz klar, denn aktuell bestehen für die Schweizer Kunden noch Einschränkungen hinsichtlich der Verzollungskosten, aber Amazon wird alles daransetzen, auch diese Hürden zu meistern (Speiser, M. (2018) Handelszeitung. (2018). Zeitungsartikel 2018. Zürich, Schweiz.

Aus dieser Sicht besteht zwar ein grosses Potenzial im B2B-Markt, aber die Gefahren durch die Konkurrenz weltweit tätiger Marktplatzanbieter wie Amazon sind vorhanden. Gemäss dem iab Switzerland sind die europäischen und Schweizerischen B2B-Onlineshops zu stark fragmentiert und bestehen hauptsächlich aus Nischenanbietern. Verbindende Marktplätze stehen noch aus. Fost wiederum sagt: „Nur, wenn Herstellern und Händlern ein gemeinsamer Weg gelingt, die Bedürfnisse des Endverbrauchers zu befriedigen, besteht eine Chance, der Marktmacht eines Pure-Players wie Amazon etwas entgegenzusetzen.“ (Fost, 2014, S. 50).